Herkunft & Handwerk
Warum Pforzheim die
Goldstadt Deutschlands ist
Seit über 250 Jahren trägt eine Stadt im Nordschwarzwald einen besonderen Beinamen. Wie Pforzheim zur Hauptstadt des deutschen Schmuckhandwerks wurde – und warum das bis heute gilt.
Eine Stadt, ein Beiname, eine Berufung
Gold Town. Goldstadt. Goldene Stadt. Wer Pforzheim einmal kennt, versteht schnell, warum diese Namen so selbstverständlich klingen. Über 70 Prozent des deutschen Schmuck- und Silberwarenumsatzes werden hier erwirtschaftet. Rund 80 Prozent des aus Deutschland exportierten Schmucks kommt aus dieser einen Stadt.
Doch Pforzheims Ruf als Goldstadt ist keine Marketing-Erfindung der Moderne – er ist das Ergebnis von mehr als zwei Jahrhunderten handwerklicher Tradition, Unternehmergeist und einem Standort, der sich immer wieder neu erfunden hat.
Und mitten in dieser Tradition: Pfeffinger. Seit 1948 in Tiefenbronn beheimatet, atmet die Marke den gleichen Geist, der Pforzheim einst groß gemacht hat.

1767
Gründungsjahr der
ersten Manufaktur
70%
des deutschen Schmuck-
umsatzes kommen aus
Pforzheim
80%
des deutschen
Schmuckexports
stammt aus Pforzheim
11k+
Arbeitnehmer in der
Schmuck- und Uhrenindustrie heute
Die Entstehungsgeschichte
Alles begann in einem Waisenhaus
Ein Markgraf, ein französischer Uhrmacher und ein Edikt aus dem Jahr 1767 – das sind die Zutaten für eine der erstaunlichsten Industriegeschichten Deutschlands.

Das Pforzheimer Waisenhaus – Wiege der Goldstadt, ca. 1767
1767 · Der Ursprung
Ein Edikt verändert eine Stadt für immer
Am 6. Oktober 1767 erlässt Markgraf Karl Friedrich von Baden ein Edikt, das die Geschichte Pforzheims für immer verändern wird. Er gestattet dem französischen Uhrmacher Jean-François Autran und zwei Schweizer Partnern die Errichtung einer Taschenuhrenfabrik – im Waisenhaus der Stadt.
Der Deal hat eine soziale Dimension: Die Fabrikgründer verpflichten sich, jährlich zwanzig Knaben und vier Mädchen aus dem Waisenhaus in der Kunst der Uhren- und Schmuckherstellung auszubilden. Nur wenige Monate später arbeiten bereits 44 erfahrene Handwerker und 30 Waisenkinder Seite an Seite.
Was als Uhrenmanufaktur beginnt, weitet sich bald aus: feine Stahlwaren, dann Juwelen, dann Goldwaren. Das Handwerk zieht Handwerker an, die Handwerker ziehen Betriebe an – und Pforzheim verwandelt sich Jahrzehnt für Jahrzehnt in das, was es heute ist.
1768 · Weltneuheit
Die erste Goldschmiedeschule der Welt
Nur ein Jahr nach Gründung der ersten Manufaktur entsteht 1768 in Pforzheim etwas, das es so noch nirgendwo auf der Welt gibt: eine staatliche Berufsschule für Goldschmiede und Uhrmacher.
Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule gilt als die erste Gewerbeschule der Welt – ein Meilenstein, der Pforzheim nicht nur zur Produktionsstätte, sondern auch zum Ausbildungszentrum für die gesamte Branche macht. Generationen von Fachkräften lernen hier ihr Handwerk, bevor sie in die Betriebe der Region eintreten.
Dieses Wissen – tradiert über Jahrhunderte – ist der unsichtbare Rohstoff hinter jedem Schmuckstück, das in Pforzheim und Umgebung entsteht. Auch hinter den Stücken von Pfeffinger.

Goldschmiedekunst – seit 1768 systematisch gelehrt in Pforzheim

1913 & danach · Aufstieg und Neuanfang
Blütezeit, Zerstörung und Wiedergeburt
Im Jahr 1913 erreicht die Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie ihren historischen Höchststand: Fast 37.500 Beschäftigte arbeiten in 520 Betrieben. Eine Stadt von rund 70.000 Einwohnern ist zur Welthauptstadt eines Handwerks geworden.
Dann kommt der Zweite Weltkrieg. Am Ende sind nahezu 90 Prozent aller Schmuck- und Uhrenbetriebe zerstört. Die Stadt selbst liegt in Trümmern. Was folgt, ist eine Geschichte des Wiederaufbaus, die ihresgleichen sucht: Unternehmer schließen sich mit ihren früheren Arbeitnehmern zusammen, bauen neu auf – und Pforzheim ersteht wie ein Phönix aus der Asche.
Es ist genau dieser Moment des Neuanfangs, in dem Josef Pfeffinger 1948 seinen ersten Schritt wagt – als Teil einer ganzen Generation, die Pforzheims Tradition neu lebt.
1961 bis heute · Weltrang
Das Schmuckmuseum – einzigartig auf der Welt
Im 1961 eröffneten Reuchlinhaus beheimatet Pforzheim das Schmuckmuseum – eine Sammlung, die als einmalig auf der Welt gilt. Schmuck aus fünf Jahrtausenden, von der Antike bis zur zeitgenössischen Avantgarde, erzählt hier die Geschichte einer Kunstform, die so alt ist wie die Menschheit selbst.
Ergänzt wird das kulturelle Erbe durch die Schmuckwelten im Industriehaus – das größte Schmuck- und Uhrenhaus Deutschlands mit über 150 Marken unter einem Dach. Wer Pforzheim besucht, erlebt eine Stadt, die ihren Markennamen nicht nur trägt, sondern lebt.
Pforzheim ist heute europäisches Zentrum der Schmuckherstellung – regional verwurzelt, international anerkannt.

Das Schmuckmuseum im Reuchlinhaus – einmalig in der Welt
Pfeffinger & Pforzheim
Unsere Wurzeln in der Goldstadt
Als Josef Pfeffinger 1948 in Tiefenbronn bei Pforzheim mit einem einzigen Zimmer und dem Handwerk eines Goldschmieds begann, war er Teil einer Bewegung: der Wiedergeburt einer ganzen Industrie.
Das Wissen, die Präzision, der Anspruch – all das kommt aus dem Boden dieser Region. Die Goldschmiedeschule, die Manufakturen, die Jahrzehnte an tradiertem Wissen: Sie sind der Nährboden, auf dem jedes Pfeffinger-Stück gewachsen ist.
Wenn Sie ein Stück von Pfeffinger tragen, tragen Sie ein Stück Pforzheim mit sich. Und damit über 250 Jahre handwerkliche Leidenschaft.
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Schmuck mit Geschichte – aus dem Herzen Deutschlands
Entdecken Sie Kollektionen, die den Geist Pforzheims in sich tragen – handgefertigt in der Goldstadt seit 1948.

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